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 SPD Quakenbrück für ein umfassendes Verkehrskonzept

Nichts regt die Gemüter kommunalpolitisch gesehen mehr auf als ein Verkehrskonzept.
Im Quakenbrücker Rat werden wieder Einzelanträge zur Verkehrsführung beraten. Und die ersten Schritte der Umsetzung des Verkehrskonzeptes werden vorgestellt. Dazu äußert sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Bob Giddens in einer Pressemitteilung:

Jeder ist überzeugt, dass er die richtige Lösung hat. Ein Verkehrskonzept umfasst weit mehr als nur das Thema Auto. Es hat was mit Sicherheit, Lärm, Tourismus und vor allem Lebensqualität zu tun.

Lärm ist zum Beispiel eine schwere Belastung. Im Hausbau sind heute deshalb dreischichtige Thermo-Fenster die Norm um den Lärm des Straßenverkehrs auszugleichen. Eine Reduzierung dieses Lärms ist ein Beitrag zu einer besseren Lebensqualität.

Wir glauben, dass ein neues Verkehrskonzept nur funktionieren kann, wenn es eine Strategie auf Dauer gibt. Eine Teillösung, bei der einzelne Straßen “LKW- frei” sind, bzw. abschnittsweise Tempo 30 eingerichtet wird, ist keine Strategie, sondern Flickwerk und wird von den Bürgern nicht akzeptiert. Jeder sollte von einem Verkehrskonzept profitieren, und nicht ein paar privilegierte Anwohner! Das riecht nach Gefälligkeitspolitik. Und das ist nicht die Politik der SPD.

Hier sind unsere Lösungsvorschläge:

1.
Zuerst ein LKW-Lenkungskonzept. Dies ist abgestimmt und umsetzbar. Wir fordern hier eine schnellere Umsetzung. Wenn erst die LKWs umgeleitet sind, können wir konzeptionell weiter machen. Dieser erste Schritt ist die Basis für alle weiteren Schritte.

2.
Jetzt kommt weniger Geschwindigkeit. Die SPD hat sich bisher schwer getan beim Thema Tempo 30. Aber es gibt bei uns ein deutliches Umdenken. Tempo 30 wird überall in Deutschland angewendet. Es ist eine Annäherung der Geschwindigkeit des Autos an die des Fahrrads. Gleichzeitig wird der Lärmpegel reduziert, die Sicherheit erhöht und die Lebensqualität der Menschen wird eine andere. Wird es unsere eiligen Autofahrer befriedigen? Ich glaube nicht. Aber wird es ihm schaden? Sicherlich auch nicht. Unser Vorschlag ist, dass der ganze innere Ring von der St. Annen Str. (Famila-Kreisel) bis hin zum Kreisel an der Niedersachsen Str. mit Tempo 30 zu befahren ist. Diese einheitliche Ausweisung bedeutet weniger Unsicherheit im Verkehr. Einzelne Stücke mit Tempo 30 sind inkonsequent und erhöhen die Unfallgefahr. Alle Verkehrsteilnehmer, Auto, Fahrrad, Fußgänger würden sich in einem zuverlässigen, sichereren City-Ring bewegen. Das Auto wird verlangsamt, die Lärmbelästigung der Einwohner sinkt, die Sicherheit (Schulwege)
erhöht sich und das Thema Radstadt bekommt eine Bestätigung die dringend nötig ist. Mehr Miteinander, statt teilweise 30 km/h, dann 50 km/h, dann wieder 30kmh, verwirrt jeden, der unterwegs ist.

3.
Dazu brauchen wir in einem dritten Schritt ein Fahrradnutzungskonzept. Auto und Fahrrad sollten im Verkehrskonzept unserer Stadt gleichwertig behandelt werden. Das heißt geschützte Radwege, geschützt von fahrenden, aber auch parkenden Autos.

Wir von der SPD fordern eine konzeptgetriebene Verkehrspolitik, logisch und nachvollziehbar, wo jedes Kind sich sicher im Straßenverkehr fühlt, wo keine Eltern Angst haben müssen, ihre Kinder mit dem Fahrrad zu Schule zu schicken, wo Fahrradfahren schnell und effizient ist und das Auto nur ein Teil im Mobilitätsmix ist und nicht mehr der bestimmende Faktor. Wir wollen eine Abkehr von solch veralteter Politik!

Wer jetzt behauptet, die SPD dreht sich um 180°, der soll sehen, dass eine moderne Partei durchaus in der Lage ist, sich zu entwickeln. Das liegt zum Teil an neuen Denkweisen und an Selbsterfahrung und an einer intensiven internen Diskussion. Unsere Ziele sollten in Konzepte und Strategien eingebettet sein. Erst dann versteht der Bürger die schwierigen Entscheidungen, die manchmal im Stadtrat anstehen. Politik wird nie alle zufriedenstellen, aber das Streben nach Konsens muss immer unser Leitfaden sein.

[ Bob Giddems (SPD-Vorsitzender OV Quakenbrück), 07.05.2018 ]

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